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Ausbildung
Erstmals hat die OECD im Bildungsbericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung auch die betriebliche Berufsausbildung in 17 OECD-Staaten untersucht. Dabei kommt heraus, dass aufgrund des deutschen Systems die Jugendarbeitslosigkeit hierzulande mit knapp zehn Prozent nur halb so groß ist, wie im OECD-Schnitt mit fast 20 Prozent. Die Forscher bescheinigen dem deutschen Berufsbildungssystem gute Erfolge bei der Integration junger Menschen auf dem Arbeitsmarkt. Kritisiert wird allerdings, dass gut ein Drittel aller Schulabgänger zunächst in einem kaum noch überschaubaren System von Warteschleifen und Ergänzungskursen landet, bevor sie eine Lehrstelle erhalten. Auch sollten die Berufsschulen mehr Basisqualifikationen vermitteln.

Das Interview | Arbeitsmarkt
Die Arbeitsgruppe sechs der Nationalen Plattform Elektromobilität kümmert sich um die Themen Ausbildung und Qualifizierung für die Elektromobiltät. Hier berät ein fast zwanzigköpfiges Expertenteam unter Leitung Prof. Burkhard Göschel, heute Technik-Chef des kanadisch-österreichischen Autozulieferers Magna und ehemaliger BMW-Entwicklungschef, welche Qualifikationen in der Hochschule und in der beruflichen Aus- und Weiterbildung zukünftig gebraucht werden. Für die IG Metall ist ihr Bildungsexperte Klaus Heimann an der Arbeit beteiligt. Prof Burkhard Göschel ist jetzt im Interview mit der FAZ auf den Stand der Arbeiten in der Arbeitsgruppe und in der Nationalen Plattform eingegangen.

Das Interview | Ausbildung
Aus den Daten der Ausbildungsbörsen der Kammern werden die freien, noch unbesetzten Ausbildungsplätze ermittelt. In der Öffentlichkeit werden sie dann als Beweis dafür gehandelt, wie entspannt es auf dem Ausbildungsmarkt zugeht. Die Kammer-Botschaften sind jedoch nicht einmal das Papier wert, auf dem sie in den Medienstuben verbreitet werden. Eine Recherche des DGB Hessen hat jetzt ergeben, dass es sich bei rund 75% der vermeintlichen freien Ausbildungsplätze, die in den Börsen angeboten werden, um Falsch-Meldungen handelt. Die Anrufe bei den anbietenden Firmen haben gezeigt, dass die Plätze entweder schon besetzt waren, erst für 2011 angeboten werden oder nicht mehr existierten. Viele Firmen melden ihre Azubi-Plätze gleich in mehreren Kammer-Börsen, was zu Doppelzählungen führt. Wie es um die IHK-Kammer-Börsen in Wirklichkeit bestellt ist und zu welchem propagandistischen Zwecken sie in Wirklichkeit dienen, darüber sprach WAP mit Anke Muth, Jugendchefin beim DGB-Hessen.

Hannover | Ausbildung
Schüler mit mangelnder Ausbildungsreife könnten nach Meinung von Hartmut Meine durchaus auch ein Jahr länger in Ausbildung gehalten werden. Gegenüber der "Hannoverschen Allgemeinen" sagte der niedersächsische Bezirksleiter, man müsse sich für die Benachteiligten Gedanken machen, wie man systematisch fördern könne und hier sei das Bildungssystem gefordert.

Ausbildung
Eine Stichproben-Untersuchungen des DGB-Hessen hat ergeben, dass nur etwa jede vierte angebotene offene Stelle auf der Lehrstellenbörse der hessischen IHKs noch in diesem Jahr auch wirklich besetzt werden kann. Viele der vermeintlich offenen Angebote seien schon vergeben, wurden aber nicht aus dem Internet gelöscht, moniert der DGB. Sind die Lehrstellenbörsen der IHKs in Wirklichkeit nur eine Luftnummer, wie der DGB vermutet? Fest steht jedenfalls, dass die Betriebe auf der Internetplattform munter dieses oder jenes behaupten können, niemand überprüft die Angaben. Die IHKs fühlen sich nicht veranwortlich dafür, was auf ihren Plattformen eingestellt wird.

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Neues bei den Ausbildungsberufen
Broschüre | IT-Weiterbildung
Die aktuelle Broschüre der Initiative IT 50plus beleuchtet den demografischen Wandel, seine Auswirkungen auf die IT-Branche und benennt wichtige Handlungsfelder für eine strategische Personalentwicklung. Sie widmet sich der Frage, wie ältere, erfahrene Beschäftigte lernen und welche Anforderungen sich daraus an eine Didaktik des Lernens Älterer ableiten lassen und möchte dazu beitragen, die Potenziale erfahrener MitarbeiterInnen zu entdecken und zu fördern.

Fachtagung | Weiterbildung
Die gesellschaftlichen und arbeitsmarktrelevanten Auswirkungen des Demografischen Wandels haben sich zu einem Dauerthema im öffentlichen Bewusstsein entwickelt. Unternehmen sind zunehmend mit alternden Belegschaften konfrontiert und benötigen Strategien, um dieser Entwicklung begegnen zu können.

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Neues bei den Weiterbildungsberufen
Falsche Rechtsauffassung bei M+E-Prüfungen | Prüfung
Mit der Handreichung für Unternehmer und Prüfer zum Umgang mit dem Varianten-Modell in den industriellen Metall- und Elektroberufen wollten die Industrie- und Handelskammern rechtliche und fachliche Klarheit schaffen. Dabei ging es den IHK-Autoren aus NRW insbesondere um die Abschlussprüfung und die dort vorgesehen Option aus zwei unterschiedlichen Prüfungsvarianten auszuwählen. Jetzt hat sich aber herausgestellt, dass die 168 Seite umfassende Interpretation willkürlich ist, rechtlicht falsch ist und mit dem Text der Verordnungen nicht im Einklang steht. Jetzt geht der Berufsbildungsexperte, Hans Borch, noch schärfer mit den Kammern ins Gericht: Er hält die gegenwärtige Prüfungspraxis in allen Kammern für rechtswidrig. „Das Projekt mehr Prüfungsklarheit ist also voll in die Hose gegangen. Die Kammern sind gut beraten, jetzt zusammen mit der IG Metall zu überlegen, wie die Rechtsunklarheiten aus der Welt geschafft werden können", so der Vorschlag von IG Metall Bildungsexperte Klaus Heimann.

Berufsbildungs-PISA | Prüfung
Das international angelegte Berufsbildungs-PISA ist grandios gescheitert. Fast alle internationalen Partner stiegen am Ende aus. Jetzt will das Bundesbildungsministerium die Grundlagenforschung bei der beruflichen Kompetenzmessung im nationalen Zusammenhang vorantreiben. Dabei wird das bisherige, öffentlich geförderte Forschungsmonopol einiger weniger Experten aufgebrochen. Alle Forscher, die in Deutschland zur Fortentwicklung beruflicher Kmpetenzmessung beitragen können, sollen mit ihrer Forschungsexpertise beteiligt weren. Zum aktuellen Stand der beruflichen Kompetenzmessung sprach WAP-Korrespondetn Ulrich Degen mit Prof. Dr. Susan Seeber von der Universität Göttingen und Prof. Dr. R. Nickolaus von der Universität Stuttgart.

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Ready-Steady-Go! | Schule
Die IG Metall bietet am 28.10.2010 in Koopperation mit der Gemeinnützigen Bildungsgesellschaft der GEW Hessen eine Tagesfortbildung für LehrerInnen der Sekundarstufen I und II an. Vorgestellt wir das biographieorientierte Planspiel zur Berufserkundung „Ready-Steady-Go“.

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IAB | Arbeitsmarkt
Mehr als die Hälfte der Arbeitslosengeld-II-Empfänger zwischen 15 und 64 Jahren geht mindestens 20 Stunden pro Woche einer nützlichen Tätigkeit nach. Sie erziehen Kinder unter sieben Jahren, pflegen Angehörige, arbeiten und benötigen dennoch ergänzendes Arbeitslosengeld II, bilden sich weiter oder befinden sich in einer Fördermaßnahme. Das zeigt eine repräsentative Befragung von mehr als 10.000 Hartz-IV-Beziehern durch das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).

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Hochschule
Die Unsicherheit über die unterschiedlichen Bewerbungsverfahren bei der Hans-Böckler-Stiftung hat in einigen Verwaltungsstellen und Bezirken zugenommen. In dem neuen Infoblatt werden daher genauestens die unterschiedlichen Verfahren beschrieben, Ansprechpartner/innen genannt und die Wege in der IG Metall dargelegt. Dieses Infoblatt wendet sich nicht an die Bewerber/innen. Für sie hat die HBS Material bereitgestellt - siehe: www.boeckler.de

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Bildung
Die Kritik an der von Arbeitsministerin von der Leyen geplanten Bildungskarte für Kinder wächst: Stephan Atticus, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages, lehnt eine Finanzierung durch die Kommunen. Auch dürfe die Bundesagentur für Arbeit „nicht zum Bundesjugendamt werden". Die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) lehnt die geplante Bildungskarte ab.

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