Mit 23.000 Betrieben und 3,6 Mio. Beschäftigten ist die Metall- und Elektroindustrie ohne Zweifel der wichtigste Wirtschaftszweig in Deutschland. Auch beim Thema Ausbildung ist die Branche von Bedeutung. Gesamtmetall, der Arbeitgeberverband der M+E-Industrie, wollte jetzt wissen, wie die letzt Neuordnungswellen bei den Berufen dieses Wirtschaftszweigs angekommen sind. Letztmals hatten IG Metall und Gesamtmetall 2003/2004 die einschlägigen Berufe auf eine neue Basis gestellt. Hinzu kamen in den letzten Jahren Berufe wie der Fertigungsmechaniker, der Mechatroniker, der Mikrotechnologe oder der Produktionstechnologe, die die Berufe-Palette vervollständigten. Das Fazit der Befragung bei knapp 1000 Betrieben ist eindeutig: Die ausbildenden M+E-Unternehmen zeigen sich mit großer Mehrheit zufrieden mit der Ausbildung in den neu geordneten industriellen Metall- und Elektroberufen. Sie wollen das Berufsprinzip erhalten und eine generelle Verkürzung der Ausbildung auf zwei Jahre wird abgelehnt. Angesichts dieser positiven Bewertung ist es unverständlich, warum die Landesverbände der Metallarbeitgeber in Bayern und Baden-Württemberg Gesamtmetall drängen, das bisherige Ausbildungskonzept aufzugeben.
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