Themen aus der Arbeitswelt für Schüler, Studenten und Lehrer

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I. Informationen der Initiative Schule und Arbeitswelt

seit 2002 gibt es die gewerkschaftsübergreifende Initiative "Schule und Arbeitswelt". In ihr engagieren sich der DGB und die Gewerkschaften IG Metall, ver.di, GEW und IG BCE.

Mit der Initiative Schule und Arbeitswelt machen wir uns stark für eine gute Schul- und Bildungspolitik, für Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit. Dabei arbeiten wir mit Lehrer/innen, Eltern, Schüler/innen und betrieblichen Interessensvertreter/innen vor Ort zusammen.

 Folgende fünf Arbeitsschwerpunkte stehen im Mittelpunkt:

  • Berufs- und Arbeitsorientierung
  • Betrieberkundungen und Betriebspraktika
  • Unterrichtseinheiten und Unterrichtsmaterialien
  • LehrerInnenfortbildung
  • Veranstaltungen zu Schul- und Bildungspolitik

Diese Schwerpunkte werden in zentralen und regionalen Aktivitäten und Projekten aufgegriffen. Weitere Informationen sind auf der neuen website des DGB http://schule.dgb.de/ zu finden.

Auf einige geplante Veranstaltungen in 2011/2012 machen wir aufmerksam:

  • LehrerInnenfortbildung: „Planspiel zur Berufs- und Arbeitsweltorientierung - Ready-Steady-Go"
    27.10.2011, IG Metall Vorstandsverwaltung Frankfurt/Main
    Die von GEW und IG Metall angebotene Fortbildung richtet sich an Lehrer/innen der Sek.-Stufen I und II. Im Mittelpunkt steht das biographische Planspiel „Ready-Steady-Go“ zur Berufs- und Arbeitsweltorientierung. Ziel des Planspiels ist es, Schüler/innen frühzeitig über die Vielfalt verschiedener, individueller Wege der schulischen und beruflichen Ausbildung zu informieren. Die Fortbildung wird von Vertreter/innen der Berufspraxis sowie der Gewerkschaften durchgeführt.

Ansprechpartner/in:
Alexandra Schließinger (alexandra.schliessinger@igmetall.de,

Tel 069-6693 2560),

Bernd Kaßebaum (bernd.kassebaum@igmetall.de, Tel. 069 -6693 2414)

  • Bildungsmesse didacta 2012,
    14. - 18.02.2012, Messe Hannover
    Die Initiative I Schule und Arbeitswelt präsentiert sich wieder auf der größten Bildungsmesse mit ihren Materialien und zwei Veranstaltungen. Die Themen der Veranstaltungen werden noch genannt.
  • mehr:--> Informationen

Ansprechpartner/in:

GEW, Martina Schmerr (martina.schmerr@gew.de, Tel. 069-78973 322), 
IG Metall, Klaus Buchholz (Tel. 0170-3333 728)

  • Neues Angebot!   Weiterbildung für MultiplikatorInnen / ReferentInnen: Berufserkundung "Ready-Steady-Go!" Planspiel zur Berufsorientierung

Seit einigen Jahren wird insbesondere von der DGB - Jugend in Baden - Württemberg, aber auch in der Pfalz und anderen Regionen von GewerkschafterInnen gemeinsam mit Haupt- und Realschulen das biografische Berufsplanspiel "Ready-Steady-Go" durchgeführt.

Ready-Steady-Go hilft im Rahmen der Berufsvorbereitung insbesondere SchülerInnen der Sekundarstufe I von Haupt-, Realschulen und Gesamtschulen, den Übergang von der Schule in die berufliche Ausbildung bewusster zu gestalten. Hierbei spielen ihre Rechte als künftige Auszubildende und Fragen der betrieblichen und gewerkschaftlichen Interessenvertretung eine besondere Rolle. Ready-Steady-Go ist aber auch eine Maßnahme, um bei Schülerinnen und Schüler für die Gewerkschaften zu werben.

Die Initiatíve Schule und Arbeitswelt möchte mit diesem neuen Seminarangebot ReferentInnen mit dem Ziel ausbilden, das Planspiel gemeinsam mit interessierten Schulen vorbereiten und durchführen zu können. Die Schulung wird gemeinsam für interessierte LehrerInnen der allgemeinbildenden Schulen und ehrenamtliche ReferentInnen durchgeführt.

Die Qualifizierungsmaßnahme umfasst einen Theorieteil (Seminar) und einen Praxisteil (Hospitation)

Die Themen sind:

  • Vorstellen des Planspieles „Ready-Steady-Go!“
  • Konzeption und Erfahrungen
  • Spielstationen, ihre Organisation und Durchführung
  • Vorbereitung des Planspiels
  • Durchführung des Planspiels
  • Transfer

    Termin: 23. - 25.03.2012, IG BCE Bildungsstätte Haltern
    Termin: 07. - 09.11.2012, IG Metall Bildungsstätte Lohr (Seminar-Nr.: LO09512)

Die Veranstaltung richtet sich an ehrenamtliche ReferentInnen, die sich mit dem Thema Berufsorientierung auseinandersetzen.

  • MultiplikatorInnen: Arbeitskreise "Schule und Arbeitswelt"

Gewerkschaften setzen sich für neue Ansätze in der Schulpolitik ein. Ihr Ziel: "Eine gute Schule für alle". Der DGB und die Einzelgewerkschaften haben dazu in den Regionen Arbeitskreise "Schule und Arbeitswelt" eingerichtet, die vor Ort die Zusammenarbeit zwischen Lehrerinnen und Lehrern, Schülerinnen und Schülern, Gewerkschafterinnen und Gewerkschaftern koordinieren.

Termin: 03. - 05. Mai 2012, Ver.di Bildungsstätte Berlin-Wannsee

  • Lehrer/innenfortbildung „Betriebserkundung als Methode der Arbeitsweltorientierung“, 14.05. - 16.05.2012, IG Metall Bildungsstätte Berlin-Pichelssee (Seminar-Nr.: BB02012)
    Thema der Fortbildung ist die Betriebserkundung als sinnvolle und anregende Methode, um die Berufs- und Arbeitsweltorientierung in Schulen zu stärken. Es werden Informationen zum gegenwärtigen Stand der Produktionstechnologie und Arbeitsorganisation sowie zu Lohn und Leistung vermittelt. Die Teilnehmenden haben die Möglichkeit, bei einem Großunternehmen der Metallindustrie einen Blick in die Produktion zu werfen und mit betrieblichen Expert/innen aus der Betriebsrats- und der Personalentwicklungsarbeit zu sprechen. Die Fortbildung richtet sich an Lehrer/innen der allgemeinbildenden Schulen.

Ansprechpartner/in:

Martina Schmerr (martina.schmerr@gew.de, Tel. 069-789 73322), 

Bernd Kaßebaum (bernd.kassebaum@igmetall.de, Tel. 069/6693-2414)

--> Übersicht von Unterrichtseinheiten und -materialien der beteiligten Einzelgewerkschaft zu u. a. Themenfeldern steht als PDF-Download zur Verfügung.

  • Arbeitsbedingungen
  • Qualifizierung und Bildung
  • Lohn, Gehalt, Ausbildungsvergütung
  • Gewerkschaften und Tarifrecht
  • Mitbestimmung und Europäische Betriebsräte
  • Umweltpolitik
  • Globalisierung
  • Wirtschaftspolitik
  • Sozialstaat, Sozialpolitik
  • Gleichberechtigung
  • Rechtsextremismus
  • Betriebspraktikum


II. Gewerkschaften in der Schule

Betriebsräte im Klassenzimmer

Wenn es darum geht, Schülerinnen und Schülern die Verhältnisse in der Arbeitswelt zu zeigen, ist der Lehrplan an deutschen Schulen eine Nullnummer. Dabei sind die rasanten Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt einmal mehr Anlass, sich frühzeitig mit Berufswahl und den wichtigsten Akteuren und Regeln im Betrieb zu beschäftigen. Das Projekt „Gewerkschaften in der Schule“ (GidS) setzt in Neustadt an der Weinstraße an dieser Stelle an.

Mit viel Elan im Unterricht

Seit über sieben Jahren engagieren sich unter Federführung der IG Metall Vertrauensleute und Betriebsräte, um jungen Menschen die Funktion und Arbeitsweise von Gewerkschaften näher zu bringen – mit äußerst positiver Resonanz, wie Eri Feuerbach von der IG Metall zu berichten weiß. „Viele Lehrkräfte, auch Schulleiterinnen und -leiter sind begeistert von unseren Unterrichtseinheiten.“ Die LehrerInnen berichten, dass sie die SchülerInnen selten mit so viel Elan im Unterricht gesehen haben. Ein eindeutiger Ansporn für den Arbeitskreis, weiterzumachen.

Wie wichtig ist ein Tarifvertrag?

Der Arbeitskreis organisiert den Kontakt zu den Schulen, koordiniert Messestände auf Veranstaltungen und sorgt für den Kontakt untereinander. In der Schule ist es den GewerkschafterInnen wichtig, zu zeigen welche Interessen die Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben und wie wichtig ein Tarifvertrag für alle Beteiligten ist. Auch historische Schwerpunkte, wie die Geschichte der Arbeiterbewegung oder die Tragweite von Kinderarbeit gehören zum Bestand der Lehreinheit. Eri Feuerbach wünscht sich für die Zukunft, „dass wir nicht nur eine Doppelstunde pro Schule geben können, sondern, dass wir vielleicht mal die Chance haben, einen ganzen Projekttag mit unseren Themen zu gestalten“.

Kontakt:

IG Metall-Verwaltungsstelle Neustadt a.d. Weinstrasse
Projekt "Gewerkschaften in der Schule - GIDS"
Ansprechpartner: Eri Feuerbach
Tel.: 06321 / 92 47 10
eri.feuerbach@igmetall.de


III. Das Planspiel Ready-Steady-Go

Wir denken:

Wir als Gewerkschaften können zum Übergang von der Schule in den Beruf einen Beitrag leisten, indem wir unser Wissen ins Planspiel einbauen.

Viele unserer Kolleginnen und Kollegen sind mit der Ausbildung junger Menschen in den Betrieben und Verwaltungen beauftragt. Dieses Know How können wir den Schulabgehenden anbieten und ihnen bei der Entscheidung, welcher Beruf denn nun geeignet ist, behilflich sein.

Der Weg von der Schule, in den Beruf ist unübersichtlicher und riskanter geworden. Vorbei sind die Zeiten, als wir von einem "normalen" Übergangssystem (Schule - Ausbildung - Beruf) mit zwei Schwellen sprechen konnten.

Diesen Veränderungen - der Individualisierung des Übergangs - versuchen wir mit dem biografischen Planspiel "Ready-Steady-Go" Rechnung zu tragen.

Das Biografische Planspiel zur Beruferkundung und Lebensplanung enthält drei Komponenten:

  • Biografisierung
  • Motivation
  • Vernetzung

kurz, einen vernetzten Know-how Transfer durch biografieorientiertes Coaching.

Hier gibt es weitere Informationen: www.jugend-bw.dgb.de/Schule/rsg/index_html/

Und wie sieht das Planspiel in der Praxis aus?

Darüber berichtete die metall-zeitung in der Juni Ausgabe 2009 so:

Schüler proben den Berufseinstieg

Schülerinnen bei der Gewerkschaftsberatung im Berufseinstiegs-Spiel.

In Haßloch organisieren Gewerkschafter ein Planspiel für Schüler: Bewerben, lernen, Probleme meistern. Mit echten Arbeitgebern.

Auf Los: 70 Schüler drängen mit ihren Bewerbungsmappen ins Jugendzentrum »Blaubär« in Haßloch in der Pfalz. Berater vom Arbeitskreis Schule und Gewerkschaft des DGB-Ortsverbands schicken die Schüler zum ersten Bewerbungsgespräch, bei echten Personalleuten.

13 Arbeitgeber machen mit beim DGB-Berufseinstiegs-Planspiel »Ready-Steady-Go« - darunter ein Autohaus, die Sparkasse und die Gemeinde.

»Mit dem Zeugnis fallen Sie bei uns durch die Vorauswahl«, erklärt der ehemalige BASF Ausbilder-Peter Winkelmüller einer 14-jährigen Realschülerin, die Chemielaborantin werden will. Peter Winkelmüller bohrt weiter nach - »Würden Sie bei BASFbleiben? Und ins Ausland gehen?« - und gibt Tipps. Die 14-jährige bekommt erst einmal ein Praktikum. Ihr Fazit: »Klar: Ich muss in Chemie und Mathe besser werden«.

Zurück auf Los.

Die nächsten Stationen:Nachhilfe. Bewerbungstraining.

Das zweite Bewerbungsgespräch klappt sicher. Einige Schüler sind gut vorbereitet und nutzen ihre Chancen. Andere wechseln öfter oder gehen noch mal zur Schule.

Ereigniskarten kommen ins Spiel: der Betrieb macht zu, schwanger in der Ausbildung, entlassen wegen Diebstahls. Die Sozialberatung, die Arbeitsagentur und die Gewerkschaft helfen weiter - natürlich mit echten Beratern und einer echten Gewerkschaftssekretärin.

Nach vier Stunden ist das Spiel vorbei. Die Schüler sind nun mit 25 bis 30 Jahren im Beruf angelangt. Und einige haben schon reale Praktikumsplätze in der Tasche.

Was gelernt. »Ich weiß jetzt, wie ich mich bewerbe, wie es später sein wird - und auch wohin ich mich bei Tiefschlägen wende«, fasst ein Achtklässler zusammen. Seit drei Jahren gibt es das von der DGB-Jugend Baden-Württemberg entwickelte Planspiel nun in Haßloch. Die Schulen sind begeistert: Die Schüler sind bewusster, erklärt Lothar Zwing vom DGB-Ortsverband. Und: »Auch die Arbeitgeber lernen: Einigenehmen jetzt gerne Hauptschüler.«

Hier findet ihr eine Präsentation des Planspiels der DGB-Jugend Baden-Württemberg und das Bestellformular für die CD. (Dateianhang) Die CD-ROM wird allerdings nicht kostenlos abgegeben, sondern für 25 € zzlg. Versand. 


GIDS was?GIDS was? Gewerkschafter in der Schule

Ein Videobeitrag der Projektgruppe GIDS. Unter dem Motto "Arbeitswelt konkret - aber aus der Sicht der Beschäftigten" sind ehrenamtliche Gewerkschafter aus dem DaimlerChrysler LKW Werk in Wörth in die Schulen gegangen. So entstand GIDS "Gewerkschaften in der Schule". ...Bestellen

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