Zum Ausbildungsstart bleibt die Lage unübersichtlich - IG Metall Chef Huber kritisiert Arbeitgeber

Ausbildungsmarkt im Sommer 2009 | Ausbildung

Von Oktober 2008 bis Juli 2009 wurden, nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit, der Ausbildungsvermittlung insgesamt 414.100 Ausbildungsstellen gemeldet, 31.300 weniger als im Vorjahreszeitraum, aber trotz deutlicher Rezession lediglich 3 Prozent weniger als zur Boomphase im Juli 2007. Der Rückgang betrifft betriebliche (-21.900 auf 393.900) und außerbetriebliche (-9.400 auf 20.200) Ausbildungsplätze. 

Die Industriegewerkschaft Metall warnt mit Blick auf die Arbeitsmarktzahlen Firmen davor, in der Krise die Zahl der Lehrstellen zu verringern: "Die Unternehmen machen den gleichen fatalen Fehler wie in der letzten Krise: Sie bauen ihre Ausbildungskapazitäten ab", sagte der erste Vorsitzender Berthold Huber auf FR-online.de. "Damit zerstören sie ihre eigene Zukunftsfähigkeit. Nur mit qualifizierten Fachkräften können wir gestärkt aus der Krise hervorgehen", sagte Huber.

Der Gewerkschaftschef erinnert an die soziale Verantwortung der Wirtschaft: Betriebe seien in der Pflicht, die Voraussetzung dafür zu schaffen, dass junge Menschen die Möglichkeit bekommen, mit einer qualifizierten Ausbildung in den Arbeitsmarkt zu starten.

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