Über 200 junge Betriebsräte aus NRW diskutieren am 1. und 2. September in Willingen im Sauerland über Fragen der jungen Generation. Es geht darum wie sie in den Betrieben und in der IG Metall zum Thema gemacht werden können. Es wird viel verlangt von der jungen Generation. Gut ausgebildet sollen sie sein, die Unter-35-jährigen, flexibel, stresstolerant, berufserfahren und leistungsbereit. Aber wo sind die Chancen? Die Chance auf kontinuierliche Weiterbildung und Qualifizierung? Auf eine feste Anstellung und ein gutes Einkommen? Die Chance auf Perspektiven, die Sicherheiten bieten? Berufliche und persönliche Sicherheiten.
Im Moment ist die Lage alles andere als rosig: Über 30 Prozent der jungen Generation sind prekär beschäftigt. Ihre Realität heißt Leiharbeit, Teilzeit, Befristung oder Niedriglohn. „Deshalb macht die IG Metall mit ihren Herbstaktivitäten den Kurswechsel in der Politik zum Thema," betonte Detlef Wetzel, 2. Vorsitzender der IG Metall. Oliver Burkhard, IG Metall-Bezirksleiter in NRW wies darauf hin, „dass die Arbeitgeber, nachdem wir gemeinsam mit ihnen die Krise gemeistert haben, nun im Aufschwung gefordert sind auch etwas gemeinsam mit der IG Metall hinzubekommnen." Die Stahltarifrunde wird zeigen was geht. „Wenn der Wirtschaftsminister Brüderle mit seiner Äußerung recht hat, dass wir einen Aufschwung XL haben, dann kann es keinen Tarifabschluss XS geben", so Burkhard.
Das Thema Bildung steht bei der IG Metall NRW ganz oben auf der Agenda. Denn eine gute Qualifikation ist die beste Grundlage für sichere Arbeit. Burkhard betont, „Karriere und IG Metall gehen zusammen." Der Tarifvertrag Zukunft in Bildung zeigt, die IG Metall tut etwas für ihre Mitglieder. Für den Einstig ins Berufsleben und für Weiterbildung wurden hier Regelungen vereinbart.
In Arbeitsgruppen beschäftigen sich die jungen Betriebsräte nun mit den Fragen, wie sie Einfluss ihre Unternehmer, Manger und Vorgesetzte nehmen können. Und wie sie die Fragen der jungen Generation zum Thema in der IG Metall vor Ort machen.
Bei einer Interaktiven Themen-Messe haben sie dann die Gelegenheit Arbeitsfelder kennenzulernen und betriebliche Ansatzpunkte zu Identifizieren. Hierzu stehen den Betriebsräten kompetente Ansprechpartner an Informationsständen zur Verfügung. Am Stand des Ressort Bildungs- und Qualifizierungspolitik geht es dabei um zwei Themenkomplexe:
1. Mitbestimmung und Qualitätssicherung in der Berufsausbildung und
2. Gewinnung und Kompetenzentwicklung von Arbeitnehmerbeauftragten in Prüfungsausschüssen
Als Gesprächpartner stehen die IG Metall-Bildungsexperten Thomas Ressel, Nils Bolwig und Samuel Futuwi zur Verfügung.
Themen-Messe voller Erfolg!
Zum Themenstand des Ressort Bildungs-und Qualifizierungspolitik kamen zahlreiche Betriebsräte und informierten sich. 73 Kontaktkarten wurden am Stand abgegeben. Stark war das Interesse als Prüfer/in mitzuarbeiten aber auch das Bildungsportal WAP ist auf großes Interesse gestoßen. Eine gelungene Konferenzform, mal ganz anders als Powerpoint-Vorträge, so sehen es zumindest Nils, Samuel und Thomas vom Bildungsstand.
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