Bildung

Neuerscheinung bei VSA | Bildung

Ist die beruflich-betriebliche Bildung angesichts von »Wissensgesellschaft« und »Höherqualifizierung« noch zukunftsfähig?

Die berufliche Bildung im Dualen System steht seit einiger Zeit unter heftigem Beschuss. Sie versperre vielen Jugendlichen – besonders solchen mit niedrigen Schulabschlüssen – den Zugang zur Ausbildung. Und sie hinke mit ihrer Berufsfixiertheit und ihrem Vorrang von praktischem Lernen hoffnungslos der modernen Wissensgesellschaft hinterher. 21 Autoren untersuchen unterschiedliche Aspekte zur Zukunft der beruflichen Bildung. Das Buch ist jetzt im VSA-Verlag erschienen.

Kultusminister | Bildung

Keine allgemeinbildenden Abschlüsse im DQR

Der Weg für die Einführung des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) ist frei. Spitzenvertreter von Bund, Ländern und Sozialpartnern haben sich heute auf einen Kompromiss verständigt. Danach sollen die allgemeinbildenden Schulabschlüsse zunächst dem Rahmen nicht zugeordnet werden. Zugleich wurde beschlossen, dass zweijährige berufliche Erstausbildungen auf Niveau 3 und drei- und dreieinhalbjährige Erstausbildungen auf Niveau 4 eingestuft werden. Schon zuvor bestand zwischen Bund, Ländern und Sozialpartnern Einigkeit, auf Niveau 6 die Abschlüsse Bachelor und Meister zu verorten. Im Dateianhang dokumentieren wir den Beschluß-Text. Außerdem Stimmen zum Beratungsergebnis.

Die Entscheidung | Bildung

DQR: Der Kompromiss ist in greifbarer Nähe

Wie am Wochende in der Berliner Bildungszene zu hören war, wird es wohl am Dienstag im Spitzengespräch zum Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) ein Kompromiss-Ergebnis geben. Die KMK wird dazu einen neuen Vorschlag präsentieren. Es gibt also Bewegung. Favorit für das Beratungsergebnis ist das Konzept Frankreich: Die allgemeinbildenden Abschlüsse bleiben zunächst - vielleicht für fünf Jahre - beim DQR außen vor.

DQR im Deutschen Bundestag | Bildung

Koalitionsfraktionen im Bundestag verweigern klare Kante

Es war zu später Abend-Stunde am Donnerstag im Deutschen Bundestag als der Punkt 13 der Tagesordnung aufgerufen wurde. Es sollte um den Deutschen-Qualifikationsrahmen (DQR) und um den Streit zur Wertigkeit von Berufen und Abitur gehen. Doch die Bildungsrecken aller Fraktionen waren allesamt müde und ausgepauert: Deshalb wurde die Debatte kurzer Hand abgesetzt, die Reden wurden zu Protokoll gegeben und der Antrag der Koalitionsfraktionen angenommen. Die Anträge von SPD und Bündnis 90/Die Grünen fanden keine Mehrheit. In wenigen Minuten war die Sache erledigt. WAP dokumentiert die nicht gehaltenen Reden und den Beschluss des Deutschen Bundestags im Dateianhang.

Bundestags-Entscheidung | Bildung

DQR-Kompromiss-Initiative von Schavan: Abitur außen vor lassen

Im Konflikt über den Wert des Abiturs will sich Bildungsministerin Schavan an Frankreich orientieren und allgemeinbildende Abschlüsse außen vor lassen, diesen Vorschlag machte sie jetzt in einem Brief, der nur an zwölf Akteure ging. Am Donnerstag wird der Deutsche Bundestag im Plenum das Thema beraten. Eine fraktionsübergreifende Entschliessung soll nach WAP Informationen noch nicht gelungen sein. CDU und SPD konnten sich bislang nicht verständigen, aber noch ist Zeit. Die Tageszeitung DIE WELT informiert über den Konflikt, in dem auch unser IG-Metall Sachverständige Reinhard Böckl zu Wort kommt. Außerdem läuft auf der Online-Seite der Zeitung eine Abstimmung zum Thema. Unbedingt beteiligen ! http://www.welt.de/politik/deutschland/article13831729/Schavan-will-es-beim-Abitur-wie-Frankreich-machen.html

Tagungsreihe wird fortgesetzt | Bildung

Denken am See 2012

Die Entscheidung ist gefallen: Wir denken weiter und das wie immer am See - am Starnberger See...!

 

Bildung

DQR: Es gibt kein Alleinstellungsmerkmal für das deutsche Abitur in Europa – KMK-Argument löst sich in Luft auf

Nun beschäftigt sich auch der Bundestag mit dem Streit um den Wert des Abiturs: An diesem Mittwoch sucht der Bildungsausschuss einen Kompromiss in der festgefahrenen Auseinandersetzung. Wirtschaft, Gewerkschaften, Bundesregierung sowie die Wirtschaftsminister der Länder treten vehement dafür ein, im geplanten Vergleichsschema der EU Abitur und Gesellenbriefe gleichermaßen auf Stufe vier einzusortieren. Das zentrale Argument der KMK, das deutsche Abitur nehme in Europa eine Sonderstellung ein, wurde jetzt widerlegt.

Der Kommentar | Bildung

DQR: So einfach ist die Welt

SPD-Mann Mathias Brodkorb (45) ist seit Oktober 2011 Kultusminister in Mecklenburg-Vorpommern und in dieser neuen Funktion hatte er schon kurze Zeit nach seinem Amtsantritt in der KMK mit darüber zu entscheiden: Was ist es Wert das Abitur und die Berufsausbildung im deutschen Qualifikationsrahmen. Der studierte Philosoph und Gräzist (weiß jemand etwa nicht was das ist? – das ist die Wissenschaft von der Sprache und Literatur des Altgriechischen) hat ein klares Weltbild: Für ihn steht fest: „Ausbildung und Abitur sind vom Anspruch nie und nimmer auf einer Stufe!“ Jetzt vertraute er dem sozialdemokratischen Zwei-Wochen-Dienst an, wie schnell und einfach er zu seinem Meinungsbild kam.

Handlungshilfe für die Bildungsarbeit | Bildung

Neue Handlungshilfe für die Bildungsarbeit: Energieeffizienz im Betrieb

Ein Kollege hat uns auf eine neue und von ihm erfolgreich eingesetzte Handlungshilfe aufmerksam gemacht. Diese ist gemeinsam vom Institut für ökologische Wirtschaft (IÖW) und der Hans-Böckler-Stiftung entstanden. Ihr Thema ist die Energieeffizienz im Betrieb. Dieser Punkt steht auch in jeder Ausbildungsordnung als Lernposition vier: Möglichkeiten der umweltschonenden Energieverwndung nutzen, heißt es dort immer. Der Leitfaden zeigt wie es geht.

DQR-Streit auch im neuen Jahr | Bildung

Streit um das Stufenmodell

Mit Beginn dieses Jahres sollten alle Bildungsabschlüsse europaweit vergleichbar sein. Dieses Ziel ist nicht erreicht. Zum Start von 2012 gibt es in Deutschland keinen DeutschenQualifikationsRahmen. Es sind die deutschen Kultusminister, die das Projekt zum Stillstand gebracht haben. Sie beharren weiter auf dem besonderen Wert des Abiturs - und haben damit die alle übrigen Akteure verprellt. Jetzt im Januar werden die Gespräche wieder aufgenommen. Ziel: Ein Kompromiss muss her. Die Zeitung-Financial Times Deutschland, Mitarbeiterin Alexandra Straush, fasst den Stand der Debatte zusammen. WAP wird in den nächsten Tagen eine Aufstellung über die Berechtigungen, die mit dem Abitur in anderen europäischen Ländern verbunden sind, veröffentlichen.

Lockerungsübungen beim DQR | Bildung

Neuer KMK-Präsident versucht Kompromiss im Kulturkampf

Der neue Präsident der Kultusministerkonferenz, Hamburgs SPD-Schulsenator Ties Rabe, signalisiert in seinen ersten öffentlichen Äußerungen, wie ein Kompromiss bei der Einordnung von Berufen und Abitur im Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) aussehen könnte. Den Vorschlag der SPD-Bundestagsfraktion, die allgemeinbildenden Abschlüsse aus dem DQR herauszulassen, verfolgt er jedenfalls nicht. Ende Januar kann der neue KMK-Chef im Gespräch mit der Bundesregierung, den Arbeitgebern und Gewerkschaften beweisen, ob er in Sachen DQR mehr hinbekommt als sein CDU-Vorgänger im Amt, dem Bildungs-Chef aus Niedersachsen, Bernd Althusmann. WAP untersucht die Kompromiss-Linie aus Hamburg und beleuchtet die Hintergründe für den Kurswechsel. 

Das Interview | Bildung

Lernende produzieren selber ihre E-Learning-Module

Die vielen neuen Anwendungen im Web 2.0, wie z.B. Wikis, Weblogs, Microblogging, Twitter, Podcasts, Social Bookmarking, Social Tagging, schaffen nach Überzeugung von Prof. Gerhard Zimmer ganz neue Möglichkeiten für selbst organisierte, kommunikative, kooperative und produktive Lernprozesse. „Lernende können Kommentare zu Lerninhalten schreiben, Bilder und Videos einstellen, kommentierte Hinweise auf weitere Informationen im Internet geben, eigene Produkte einstellen und vieles mehr. Lehren und Lernen wird dadurch zu einem gemeinsamen produktiven Prozess.“ Im Interview mit WAP erklärt der Berufs- und Betriebspädagoge, der viele Jahre an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg lehrte, die Möglichkeiten von Web 2.0. das Gespräch führte WAP-Korrespondent Ulrich Degen.

DQR | Bildung

Kulturkampf im Bundestag verschoben

Die Beratung des SPD-Antrags, Gleichwertigkeit von Berufsbildung und Abitur sichern (WAP berichtete darüber) im Deutschen Bundestag ist heute kurzfristig auf den Januar 2012 verschoben worden, um Chancen fuer eine moeglichst breite, fraktionsuebergreifende Positionierung auszuloten. Zudem soll die KMK Gelegenheit bekommen, ihren Beschluss im Ausschuss noch einmal begruenden zu koennen. Die SPD-Bundestagsfraktion ist offen und sieht gute Chancen fuer einen breiten Konsens im Parlament, die Berufsbildung in Deutschland zu staerken und die Gleichwertigkeit zur schulischen Bildung zu unterstreichen.

DQR im Bundestag | Bildung

Bundestag soll jetzt Farbe bekennen im Kulturkampf um den Wert von Beruf und Abitur

Die SPD-Bundestagsfraktion hat jetzt einen Antrag zum aktuellen Streit um die Einordnung von Abitur und Berufe in den Deutschen Qualifikationsrahmen in den Deutschen Bundestag eingebracht. Die Fraktion mit Frank Walter Steinmeier an der Spitze, will notfalls „auf die Einordnung allgemeinbildender Schulabschlüsse in den DQR grundsätzlich“ verzichten, wenn die KMK ihre Position nicht revidiert. Und weiter wird im Antrag von der SPD formuliert: Der Beschluss der KMK „wird der Gleichwertigkeit von allgemeiner und beruflicher Bildung nicht gerecht und setzt die duale Ausbildung herab. Auch gefährdet er die Durchlässigkeit des Bildungssystems im Ganzen.“ Die Bundesregierung wird aufgefordert, darauf hinzuwirken, dass die Entschlüsse zur Zuordnung der Qualifikationen im Konsens mit allen beteiligten Akteuren getroffen werden. Dabei sei auch und besonders die Position der am Dualen Berufsbildungssystem Beteiligten gleichberechtigt zu berücksichtigen.  WAP dokumentiert den Antrag der SPD.

DQR | Bildung

Ist der mit dem Abitur per se was Besseres?

Die Tageszeitungen DIE WELT und die taz beschäftigen sich heute mit dem DQR und der Sitzung der Bildungsminister (KMK) in der Berliner Taubenstraße. In der Welt sind viele pikante und interne Details zur aktuellen Auseinadersetzung zu finden. „Am Sitz der Kultusministerkonferenz (KMK) hätten die Minister zwar vor allem über die Stärkung der Fremdsprachenkompetenz, den Bildungsbericht 2014 und dieses und jenes, aber eben auch über den Deutschen Qualifikationsrahmen gesprochen. Dann hätten die besagten Herren zuhören sollen. Die Minister wollten ihnen erklären, warum sie das Abitur für so viel wichtiger nehmen als die meisten Berufsausbildungen und warum die drei Honoratioren mit ihrer gegenteiligen Auffassung danebenliegen. Oh Wunder, die drei hatten darauf keine Lust.“ WAP dokumentiert den Bericht.

Bildung

Streit um Abitur und Lehre geht weiter

Im Streit um den Wert von Abitur und Lehre haben Wirtschaftsverbände und Gewerkschaften ein von den Kultusministern vorgesehenes Kompromissgespräch abgesagt. Die KMK hatte bis zuletzt versucht wenigstens einen Arbeitgebervertreter an den Tisch zu bringen. Dies ist jedoch nicht gelungen. Man sei zu einem Treffen mit der Kultusministerkonferenz (KMK) bereit, allerdings nur «in einem anderen Gesprächsformat» und unter Beteiligung der Bundesministerien für Bildung und für Wirtschaft hiess es aus Arbeitgeber- wie auch aus Gewerkschaftskreisen. Das ursprünglich für diesen Donnerstag geplante Treffen wird nun voraussichtlich im Januar stattfinden.

Beschluss Hauptausschuss | Bildung

KMK-DQR-Zuordnungsvorschlag ist völlig inakzeptabel und muss korrigiert werden

„Der Zuordnungsvorschlag der KMK ist absolut inakzeptabel. Er ist weder inhaltlich unterlegt noch nachvollziehbar begründet“, so kommentiert der BIBB-Hauptausschuss (Parlament der beruflichen Bildung) den Zuordnungsbeschluss der KMK das Abitur auf das Niveau 5 beim DQR zu setzen. Und weiter heißt es: „Das Abitur entspricht nicht den Kriterien, wie sie in der Matrix des DQR auf Niveau 5 beschrieben sind. Abiturienten weisen mit ihrem Schulabschluss nicht die Handlungskompetenzen im Sinne des Niveaus 5 des Deutschen oder des Europäischen Qualifikationsrahmens auf.“ Der BiBB-Hauptausschuss ruft die Kultusminister auf, ihre Entscheidung im Lichte ihrer bildungspolitischen Gesamtverantwortung zu überdenken und zu korrigieren. Davon ist KMK-Präsident Bernd Althusmann aber noch weit entfernt. Er will unverändert das „Abitur auf das Kompetenzniveau 5 bringen und dann die Berufsausbildung auf drei Niveaustufen zu differenzieren“. WAP informiert über den aktuellen Stand beim DQR-Streit.

eMob | Bildung

Elektroauto: Ich bin von dieser Technik fasziniert

Im Interview mit Dr. Christine Thomas, der  Leiterin der Unterabteilung "Innovation im Dienst der Gesellschaft" im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) erläutert sie, warum die Elektromobilität  einen Strukturwandel im Automobilsektor notwendig macht und welche neuen Inhalten und Qualifikationen in der Ausbildung jetzt angesagt sind. Das Gespräch für WAP führte unser Bonner Korrespondent Ulrich Degen.

AK Auto bei MAN | Bildung

Angebotene Ausbildungsplätze bei den Automobilherstellern steigen

Der Automobil-Arbeitskreis der IG Metall zur Bildung hat jetzt in München bei der MAN AG getagt. Das war genau der Tag, an dem die MAN offiziell in die Volkswagen-Familie aufgenommen wurde. Ein wichtiger Tag für die MAN und für den Arbeitskreis. Der Erfahrungsaustausch zeigte neue Trends: Die Zahl der Ausbildungsplätze wird in Summe etwas aufgestockt, die Ausbildungs-Variante duales Studium wächst rapide, in vielen Werken werden neue AusbilderInnnen gebraucht, bei Stellen-Ausschreibungen gibt es aber nur relativ wenige Interessenten. Image-Verlust bei der Ausbildung? Der nächste Erfahrungsaustausch des AK-Auto wird bei Robert Bosch in Stuttgart stattfinden.

DQR | Bildung

Die Kultusminister müssen jetzt selber eine akzeptable Lösung finden

Über den einstimmig gefassten KMK Beschluß zur Bewertung des Abiturs auf Stufe 5 und die unterwertige Zuordnung der Berufsausbildung auf der Stude 4 im Deutschen Qualifikationsrahmen sprach WAP mit dem bildungspolitischen Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Ernst-Dieter Rossmann. Seiner Meinung nach löst die KMK Entscheidung der Unter- und Überordnung  kein Problem, sondern schafft neue. Rossemann: „Und das sowohl in der öffentlichen Wahrnehmung der Berufsbildung insgesamt als attraktivem Qualifizierungsweg, als auch beim noch folgenden europäischen Abgleich der divergierenden nationalen Qualifikationsrahmen. Denn dann treffen die nationalen Besonderheiten noch härter aufeinander, als im nationalen Kontext schon beobachtbar ist. Das Abitur findet sich übrigens im europäischen Vergleich eher auf der Ebene vier. Hier das Abitur vorzeitig auf Ebene fünf zu verfestigen und mit Schützengräben zu umgeben ist sicherlich keine erfolgversprechende Strategie um am Ende zu einem plausiblen Gesamtkonzept zu kommen.“ Das Interview führte Klaus Heimann.

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